FRAME works

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Der Delorean Rahmen und seine kritischen Bereiche.

All unsere DMC12 eint der selbe Rahmen. Fast. Denn es gibt einen kleinen konstruktiven Unterschied zwischen Schalt- und Automatikgetrieberahmen. Die Unterscheidung findet sich
im Inneren des Rahmen, unmittelbar unter der Schalthebel- bzw. eben Automatikwahlhebel-mechanik. Ansonsten sind bei Rahmen von vorne bis hinten, von Maß bis Bohrungen, identisch.

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Werk-seitig wurden die Rahmen aus 84 gepressten / geprägter / geformten / tiefgezogenen / abgekanteten Stahlblechteilen zusammengesetzt. Nach dem Zusammenbau wurden die Gerippe in ein Epoxydbad getaucht und gedreht und gewendet um so einen ordentlichen Korrosionsschutz zu realisieren.Und wenn man heute, nach über 40 Jahren, die Rahmen so betrachtet, hat dieses Verfahren auch seinen Zweck grundsätzlich und über Jahrzehnte erfüllt. Wären da nicht Anstöße, Steinschläge, Überfahrschrammen, Streu- oder Meersalz, oder auch sonstige mechanischen durch den bloßen Fahrbetrieb entstandene Belastungen.

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Wenn die Epoxyd Schicht einmal angegriffen und so Wasser an die darunter blank liegenden Metallflächen gelangt, ist der Korrosion, dem sog. Rost, Tür und Tor geöffnet und er kann sein Werk verrichten. Manchmal für jeden Betrachter sichtbar, doch auch gerne im Verborgenen und unter dem stabilen Epoxyd.

Auch gibt es versteckte Bereiche, in die bei der Tauchbadbeschichtung kein Epoxyd eindringen konnte und die somit vollkommen schutzlos im verborgenen liegen. Solange alles dicht ist und kein Wasser eindringt, tut sich da auch nix, doch wehe wenn die Feuchte kommt, dann oxidiert und korrodiert das Stahlblech munter drauf los.

Kleinere Schäden und auch Durchrostungen im unteren Bereich lassen sich bei eingebautem Rahmen ordentlich und nachhaltig instandsetzen. Größere Schäden oder auch Durchrostungen in der Struktur erfordern meist ein Freilegen des gesamten Rahmen und dann auch gleich eine
vollständige Revision.

Wir haben in regelmäßigen Abständen Fahrzeuge im Haus, deren Rahmen über die Jahrzehnte in der Struktur geschwächt / durchrostet / unsachgemäß geschweißt oder auch durch Unfallschäden verformt wurden und so an Stabilität verloren haben.

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Eines vorneweg: wir mussten bislang nie einen Rahmen aufgeben und konnten jeden Rahmen fach- und sachgerecht instandsetzen!

Ablaufplan einer Rahmenüberholung:

- Erkennen der Notwendigkeit / Bedarfsermittlung
- Planung Instandsetzung partiell oder das volle Programm
- wenn Instandsetzung partiell > meist direkte Ausführung
- wenn „volles Programm“
- Rahmen vollständig freilegen
- Karosserie abnehmen, Antriebseinheit ausbauen, alle Rohrleitungen nebst Haltern abbauen, Tank, Radaufhängungen, Bremsen, alles kommt raus.
- Entfernung der werksseitigen Epoxyd Beschichtung
- per System „Thermoclean“ >Rahmen und Schräglenker kommen in einen Luftkanal, dieser wird auf etwa 400°C erhitzt und die gesamte Beschichtung fällt ab. Die Bindemittel der Epoxyd -Verbindungen und aller weiteren Beschichtungen der vergangenen Jahrzehnte zerfallen ab etwa 240°C und so wird der Rahmen vollständig von allen Fremdstoffen befreit und kommt metallisch rein aus dem Kanal. Im Anschluss werden:
-Rostbereiche per Strahlgut behandelt / sandgestrahlt

Jetzt wird der Rahmen auf einen dafür vorgesehenen Arbeitsplatz verbracht und es gilt nun alle schadhaften Bereiche zu sichten, zu dokumentieren und die nötigen Maßnahmen zu planen. Wir nutzen diese Gelegenheit auch noch um die Maßhaltigkeit sicher zu stellen um Abweichungen, z.B. begründet durch Anstoß- oder Überfahrschäden, gleich mit auszugleichen.

Hier ein paar vorher - nachher Eindrücke:

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Nun gilt es die korrosionsgeschwächten Bereiche großzügig auszutrennen und durch geeignete Reparaturbleche zu ersetzen. Was ist „geeignet“? Wir verwenden ausschließlich Stahlblech in entsprechender Legierung und exakt serientreuer Materialstärke um zum einen eine originale Optik, zum anderen ein identisches Verhalten des Rahmen im Vergleich zu einem Serienrahmen bei Verwindung, Federung und ggf. im Falle einer Kollision mit Verformung, sicher zu stellen.

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Für die „üblichen Verdächtigen“ und Standardbereiche haben wir per CAD konstruierte und auf Präzisionsmaschinen geschnitten und gekantete Reparaturbleche im Haus. Spezielle Bleche werden in Handarbeit aus dem entsprechenden Material nachgebaut.

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Nach Einpassung / Einschweißung / Egalisierung der Neuteile gilt es den Rahmen für die Zukunft vor Korrosion zu schützen.

Und jetzt verzinken? NEIN! ...und warum nicht? Diese Frage kommt regelmäßig auf und zu.


Es gibt grundsätzlich zwei Verfahren der Verzinkung die bei einem Fahrzeugrahmen zur Anwendung kommen können:

-Schmelztauchbadverzinken / Feuerverzinken

Das Werkstück / der Rahmen wird in ein Becken aus flüssigem Zink getaucht und erhält somit überall eine stabile und robuste Zinkschicht. Es ist darauf zu achten alle Hohlräume mit Zu- und Ablaufbohrungen zu versehen um zum einen das Flüssigzink überall hinein und auch wieder heraus zu bekommen und um Verformungen und Platzer durch sich stark ausdehnende Luft in den Hohlräumen zu vermeiden.

Nachteil der Methode ist in Sachen Delorean, dass der Rahmen aus Blechen zusammengesetzt wird und es darum bei Anwendung dieser Methode regelmäßig zu Verzug und erkennbaren und auch relevanten Maßabweichungen kommt.

Wir hatten bereits Fahrzeug im Haus mit feuerverzinkten Rahmen und es galt bei all diesen Fahrzeugen intensive an eben diesen Rahmen Nacharbeiten zu erledigen um alle Werte der Fahrwerksgeometrie in den sinnvollen Bereich zu bringen.

-Spritzverzinken

Oder auch Flammspritzen genannt, bringt das per Lichtbogen geschmolzene und per Druckluft zerstäubte Zink auf die erreichbaren Oberflächen auf. Der Vorteil gegenüber dem Schmelztauchbadverzinken ist die geringere thermische Belastung / kein Verzug der Oberflächen. Als Nachteil ist zu werten, dass nur unmittelbar sichtbare Bereiche mit Zink versehen werden, Innenräume sind mit diesem Verfahren nicht erreichbar.
Wir haben dieses Verfahren in früheren Jahren angewandt und die Innenräume der Rahmen nach Pulverbeschichtung und Abschluss aller Arbeiten intensiv mit Hohlraumwachs geflutet. All diese Rahmen sind auch heute noch rostfrei unterwegs.

-galvanisches Verzinken (der Vollständigkeit wegen)

Wäre mein persönlicher Favorit, uns ist jedoch kein Unternehmen bekannt, das ein Becken dieser Größe vorhält um einen Fahrzeugrahmen zu behandeln.

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Wir haben uns in Sachen nachhaltigem Korrosionsschutz im ersten Schritt für eine sog. KTL Grundierung entschieden.

Die kathodische Tauchlackierung (KTL) ist ein elektrochemisches Verfahren, bei dem der Rahmen nebst Schräglenker in einem Bad aus wässrigem Tauchlack unter einer Gleichspannung von bis zu 400 Volt und 4.500 Ampere beschichtet wird. Die von uns verwendete, umweltfreundliche Tauchgrundierung ist frei von Schwermetallen und schwarz – ähnlich RAL 9005.

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Im nächsten Schritt erhält der Rahmen und die Schräglenker eine klassische Pulverbeschichtung als weiteren Schutz und um die originale Farbgebung zu erreichen.

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Und dann steht er da, wie frisch aus der Produktion und es gilt nun all die kleinen und großen An- und Einbauteile wieder an ihren Platz zu bringen. Meist werden im Zuge einer Rahmenrevision neben allen Clips und Haltern auch diverse Metallleitungen, Schläuche, Fahrwerkselemente, u.s.w., mit erneuert um am Ende der Strecke ein vollständig neuwertiges Fahrgestell unter seinem Delorean zu haben, bereit für die nächsten 40 Jahre,

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und bereit für neue Abenteuer!

HANDWERK in seiner geilsten Form.

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